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Stimmung sinkt - Kurzarbeit

Kommt Kurzarbeit?
 
Ifo-Index: Stimmung der Wirtschaft fällt und fällt und fällt - Nachrichten
Wirtschaft - WELT ONLINE
 
Ifo-Geschäftsklimaindex auf der Rutschbahn nach unten: Schuldenkrise,
Rezessionssorgen und Börsenturbulenzen drücken die Stimmung der Firmenchefs.
Die Schuldenkrise in Europa und Rezessionssorgen haben die Stimmung der
deutschen Firmenchefs im September den dritten Monat in Folge gedrückt.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf 107,5 von 108,7 Punkten im Vormonat, teilte
das Münchner Ifo-Institut am Montag mit. Die 50 von Reuters befragten Analysten
hatten im Schnitt sogar mit einem Rückgang auf 106,5 Zähler gerechnet .
Die 7000 befragten Manager schätzten sowohl die Aussichten für die kommenden
sechs Monate als auch die aktuelle Lage schlechter ein. Das Barometer für die
Konjunkturerwartungen fiel auf 98,0 von 100,0 Punkten. Hier waren 97,5 Punkte
erwartet worden. Der Lage-Index sank leicht auf 117,9 von 118,1 Zählern, während
Analysten 116,0 Punkte vorausgesagt hatten.
Geschäftsklimaindex im September
Geschäftsklima
September 2011: 107,5
August 2011: 108,7
Geschäftsbeurteilung
September 2011: 117,9
August 2011: 118,1
Geschäftserwartung
September 2011: 98,0
August 2011: 100,0
Salden des Geschäftsklima:
Gewerbliche Wirtschaft
September 2011: plus 7,5
August 2011: plus 9,8
Verarbeitendes Gewerbe
September 2011: plus 10,6
August 2011: plus 15,5
Bauhauptgewerbe
September 2011: minus 9,9
August 2011: minus 6,5
Großhandel
September 2011: plus 13,1
August 2011: plus 7,1
Einzelhandel
September 2011: plus 2,9
August 2011: plus 1,5
Quelle: Reuters, 26. Sept. 2011
 
Ihre aktuelle Situation schätzen die Unternehmen laut Ifo aber weiter gut ein.
„Die weiterhin gute Lage der der Unternehmen zeigt, dass sich die deutsche
Konjunktur bislang von den politischen Turbulenzen abkoppeln konnte“, erklärte
Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.
Viele Experten befürchten, dass die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal im
Sog der weltweiten Konjunkturabschwächung erstmals seit dem Krisenjahr 2009
wieder schrumpft.

Bundesbank und Bundesfinanzministerium rechnen aber nicht mit einer Rezession.
Für das Gesamtjahr erwarten die meisten Institute ein Wachstum von bis zu drei
Prozent, für 2012 aber nur noch etwa ein Prozent.

DIHK weiter zuversichtlich

Die deutsche Wirtschaft wird nach Ansicht von DIHK-Konjunkturexperte Dirk
Schlotböller der Euro-Krise zum Trotz weiter wachsen. Zwar gebe es eine
deutliche Wachstumsverlangsamung, doch dies sei nicht ungewöhnlich nach zwei
guten Konjunkturjahren, sagte der Experte des Deutschen Industrie- und
Handelskammertags im Deutschlandradio Kultur.
„Alles in allem gehen wir weiter von positiven Wachstumsraten aus.“ Die Lage bei
den Unternehmen sei gut. Deutschland sei breiter aufgestellt als jeder andere
Industriestandort und werde von den hohen Wachstumsraten der Schwellenländer
profitieren können. „Insofern müssen wir uns keine Sorgen machen, dass die
deutschen Exporte nicht weiter wachsen können.“
„Große Sorgen“ mache er sich allerdings wegen des Vertrauensverlust in die
Stabilität der öffentlichen Haushalte, sagte Schlotböller weiter. Dies habe beim
Konsum bereits bremsend gewirkt, weil die Menschen verunsichert seien. Dies
verunsichere auch Unternehmen, „und deswegen müssen wir uns schleunigst darum
bemühen, wieder Vertrauen zurückzugewinnen“.

 

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